27.07. - 29.07.18: Imker-Studien-Reise zu Paul Jungels in Luxemburg

Vom Freitag, 27.07. bis Sonntag, 29.07.2018 war der BV Biberach mit 44 Teilnehmern für drei Tage auf Studienfahrt. Unser Vorsitzender, Helmut Fesseler und seine Frau Thea, haben eine abwechslungsreiche und sehr interessante Studienreise geplant. Dabei gab es eine gute Mischung von kulturellen und auch imkerlichen Zielen.

Hier ein kurzer Reisebericht:

Freitag, 27.07.2018: Sehr früh fuhren wir an diesem Morgen von Biberach an den südlichen Rand des Hundsrücks, in die Edelstein-Stadt Idar-Oberstein. Die Führung in der Edelsteinmine Steinkaulenberg versetzte die Teilnehmer in das 15. Jahrhundert, in diese Zeit reicht die Tradition der Edelsteinschleiferei und die Edelsteingewinnung zurück. Die Schaumine Steinkaulenberg ist touristisch erschlossen und durch Führungen auch erlebbar. Gegen 17.00 Uhr erreichte die Reisegruppe das schöne Hotel in Zeltingen an der Mittelmosel. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen wir uns das Winzermenü im Gewölbekeller des Hotels schmecken.

Samstag, 28.07.2018: Am Samstagmorgen ging es nach einem sehr ausgiebigen Frühstück am Buffet, nach Luxemburg in den Ort Brandenbourg im Kanton Vianden. Das Ziel war Paul Jungels, der uns zu einem Besuch eingeladen hatte, als er als Referent beim Württembergischen Imkertag 2017 in Biberach war. Sein damaliges Thema „Varroaresistenz ist keine Utopie“ war auch zentraler Mittelpunkt unseres Besuches. Paul Jungels führte uns durch seine Imkerei und natürlich auch auf seine Zuchtstation. Dort konnten wir VSH-Völker sehen. Diese Völker besitzen ein ausgeprägtes Hygieneverhalten, sie erkennen mit Varroa befallene Brutzellen und räumen diese aus, so dass kaum noch eine Varroa-Behandlung nötig ist. Die Imker waren sehr erstaunt und es ging immer wieder um die Frage: Warum stehen solche Bienen dem „Otto-Normal-Imker“ nicht auch zur Verfügung? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Paul Jungels ist schon lange der Meinung, dass im ersten Schritt eine Biene gezüchtet werden muss, welche mit den Milben zurechtkommt. Von diesen Bienen dann eine stabile Linie zu bekommen sei wesentlich schwieriger und es bedarf großer Anstrengung. Damit es dabei nicht zur Inzucht kommt, benötigt man mehrere Varianten mit ähnlichen Anlagen. Das finale Ziel muss sein, eine Population zu züchten, welche nicht nur krankheits- und varroaresistent ist, sondern sie muss gut überwintern und genügend Honig erzeugen. Es gilt also eine Biene zu züchten, welche ihre erworbenen Eigenschaften bei der Vermehrung nicht verliert. Jungels meint, dass jeder Schritt der diesem Ziel näher kommt ein Erfolg sei. Er ist auch fest davon überzeugt, dass nur eine unerbittliche „Naturauslese“ der Honigbiene durch die breite Imkerschaft zum Erfolg führen wird. Nach einer verdienten Vesperpause verabschiedeten wir uns, mit einem Gastgeschenk, von Paul Jungel und besuchten auf der Rückfahrt noch die „Römer“-Stadt Trier. An der weltbekannten Porta Nigra begann unsere Stadtführung durch Trier. Ein vorzügliches Abendessen im Hotel rundete den sehr gelungenen Tag ab.

Sonntag, 29.07.2018: Bei unserer Heimreise am Sonntag hatten wir noch ein Zwischenziel in Bühl im Nordschwarzwald, wir besuchten dort die Firma CumNatura mit der Imkerei von unserem Freund Stefan Kumm. Wir wurden sehr herzlich empfangen. Nach einem dreistündigen Programm mit Betriebsbesichtigung, Führung durch die Imkerei und einem Abschluss mit Kaffee und Kuchen, haben sich die Reiseteilnehmer noch mit verschiedenen Produkten von CumNatura eingedeckt. Mit einer Fülle neuer Eindrücke ging die Fahrt zurück nach Biberach.

Eine sehr gelungene und perfekt vorbereitete Imker-Studien-Reise. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Paul Jungels und bei Stefan Kumm mit seinen Mitarbeiterinnen.


05.09. - 07.09.14: Imker-Studien-Reise ins Pustertal/Südtirol

Vom Freitag, 05.09. bis Sonntag, 07.09.2014 war der BV Biberach mit 44 Teilnehmern für drei Tage bei ihren Kollegen im Pustertal. Unser Schriftführer, Werner Eisele, hat als Südtirolkenner eine kulturell abwechslungsreiche und imkerlich interessante Reise geplant.

Hier ein kurzer Reisebericht:

Freitag, 05. September:  Am frühen Morgen ging die Fahrt von Biberach über den Brenner in die Bischofsstadt Brixen (mit Stadtführung). Im benachbarten Kloster Neustift, wo die Mönche auch eine Imkerei betreiben, gab es eine imposante Klosterführung. Gegen 17.00 Uhr erreichten wir dann unser sehr schönes Hotel im Pustertal.

Samstag, 06. September: Nach dem ausgiebigen Frühstück begleitete uns der frühere Wanderlehrer und Bienenzuchtberater, Heinrich Gufler, ins Pragser Tal zu den Südtiroler Imkern. Bereits im Bus hat er uns die wesentlichen Merkmale der Südtiroler Betriebsweise geschildert. Unser erstes Ziel war in der Nähe der dortigen Belegstelle. Dort bot sich uns ein herrlicher Panoramablick auf die hohen Berge der Dolomiten. Nahezu 2000 Königinnen werden dort oben jährlich begattet. Im Umkreis von mehr als 10 km stehen nur ausgewählte Drohnenvölker. Danach ging es zum neuen Vereinsbienenstand der Oberpustertaler Imker. Dort erwartete uns schon der Vorsitzende,  Peter Senfter, mit seinen Helfern. Bei einem regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch stand vor allem die Varroabekämpfung im Vordergrund. Da in Südtirol keine Ameisensäureanwendung mehr möglich ist, praktizieren sie bevorzugt das Bannwabenverfahren zum Erreichen der Brutfreiheit mit anschließender Oxalsäurebehandlung. Dieses Verfahren kommt unserem „Teilen und Behandeln“ sehr nahe. Die klimatischen Bedingungen und die Tracht in Südtirol erfordern eine angepasste Methode. Es tut gut einen Blick über den Tellerrand zu tun, um zu sehen, welche Lösungsmöglichkeiten es im Kampf gegen die Varroose sonst noch gibt. Nach perfekter Verköstigung, durch die sehr gastfreundlichen Pustertaler Imker, stand das Weltkulturerbe „Pragser Wildsee“ auf dem Programm. Ein vorzügliches Abendessen und ein, im kleinen Kreis stattfindenden, Tiroler Abend im Hotel rundete den sehr schönen Tag ab.

Sonntag, 07. September: Auf der Heimreise hatten wir noch einen kulturellen „Genuss“ auf dem Programm: Das Schloss Tirol. Eine Geschichtslektion, von der Entstehungsgeschichte der Region Südtirol bis in die Neuzeit, war ein gelungener Schlusspunkt. Bei der Heimfahrt durch das Vinschgau wurde am reichen Obstbehang die Wichtigkeit der Bienen als Bestäuber noch einmal sichtbar. Mit einer Fülle neuer Eindrücke ging die Fahrt in die Heimat.

Eine perfekt organisierte und durchdachte Imker-Studien-Reise von unserem Schriftführer und Südtirolkenner Werner Eisele. Ein ganz herzlicher Dank geht auch an unsere Oberpustertaler Imkerfreunde, die uns als Freunde aufgenommen und bewirtet haben.


30.07. - 01.08.10: Imker-Studien-Reise nach Kaltern/Südtirol

Von Freitag, 30.07. bis Sonntag. 01.08.2010 war der BV Biberach mit 37 Teilnehmer auf Imkerreise in Südtirol. Eine ganz tolle Reise, super organisiert, wunderbare Eindrücke und viel Neues.

Hier ein kurzer Reisebericht:

Freitag, 30. Juli 2010: Abreise um 6.30 Uhr in Biberach direkt nach Kaltern, Mittagessen, danach Besuch der Fachschule für Obst und Gartenbau Laimburg. Herr Platzer, der Fachberater für Imkerei vorort, führte uns durch das Versuchszentrum (Gärtnerei, Außenanlagen, Weinkeller). Um 18.00 Uhr waren wir dann im Hotel „Ideal-Park “ in Leifers, zu einem gemeinsames Abendessen und anschließendem gemütlichen Abend.

Samstag, 31. Juli 2010: Nach einem sehr umfangreichen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Bildungsstätte in Altenburg (Lehrbienenstand). Herr Platzer präsentierte und demonstrierte uns die Art in Südtirol zu imkern. Es schloss sich eine kleine Wanderung zum Panoramablick an, geführt von dem Imker und Heimatkundler Herrn Dr. Mayer, der uns dort das Land Südtirol näher brachte. Nach dem Mittagessen am Lehrbienenstand Altenburg, machten wir einen Ausflug ins Nonstal und besuchten dort die Berufsimkerei Castel Belfort mit ca. 500 Völker. Eine vielleicht nicht ganz typische, italienische Berufsimkerei. Das Abendessen beim Eggbauernhof in Kaltern war sehr zünftig und auch richtig gut.

Sonntag, 1. August 2010: Nach dem wieder üppigen Frühstück traten wir die Rückreise über Meran an. Unterwegs stand noch der Besuch der botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff (Kaiserin Sissi) auf dem Programm. In diesen traumhaft angelegten Gärten könnte man viele Stunden verbringen. Danach setzten wir die Heimfahrt über den Reschenpass fort.

Eine rundum gelungene Imkerreise, perfekt organisiert von unserem Schriftführer und Südtirolkenner Werner Eisele und seiner Frau. Ein Dank auch an seinen Freund in Südtirol, Herrn Andreas Platzer, der uns in großartiger Weise das Land Südtirol und die Südtiroler Imkerei näher gebracht hat.